Willkommen im Zentrum für Medienkultur
Das Zentrum Medienkultur an der Hochschule Landshut versteht sich als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Medienkultur. Es fördert den interdisziplinären Austausch und die Vernetzung mit wissenschaftlichen, künstlerischen und wirtschaftlichen Institutionen und stärkt den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Praxis und Öffentlichkeit. Durch Seminare, Workshops, Konferenzen, Publikationen und Ausstellungen – sowohl online als auch vor Ort – schafft das Zentrum Räume für Dialog, Reflexion und kreative Kooperation.
Featured Works
KI und Kunst
Künstliche Intelligenz (KI) kann Werke hervorbringen, die Gemälden, Grafiken oder Fotografien täuschend ähnlich sehen. Dieser Artikel untersucht, wie diese Werke zu behandeln sind und unter welchen Umständen – wenn überhaupt – sie als Kunst zu verstehen sind. Der Fokus liegt dabei auf dem Werk selbst im Sinne der Tradition der „Kunst um der Kunst willen“, auf der Rezeption, auf den bei der Schaffung erforderlichen Fähigkeiten sowie auf den Urhebern selbst. Neben der Auswertung literarischer Quellen, die sich mit den oben genannten Aspekten befassen, berücksichtigt die Untersuchung durch ausführliche Interviews auch die Perspektive kunstinteressierter Personen…
Intimität im Zeitalter künstlicher Partnerschaft
Diese Studie untersucht die erwarteten Auswirkungen weitverbreiteter romantischer Beziehungen zwischen Menschen und KI-Robotern. Basierend auf einem interdisziplinären wissenschaftlichen Dialog, gefolgt von qualitativen Interviews mit medienaffinen jungen Erwachsenen in Deutschland, untersucht sie die Wahrnehmung von Intimität, Authentizität und Selbstbestimmung in Mensch-KI-Partnerschaften. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Teilnehmer zwar potenzielle Vorteile erkennen – wie Anpassbarkeit, Verfügbarkeit und emotionale Sicherheit –, aber auch Bedenken hinsichtlich Authentizität, Empathie und der Erosion zwischenmenschlicher Kompetenz äußern…
Chora
Die fotografische Serie „Chora“ entsteht im analogen Stereo-Verfahren und erzeugt mittels Rot-Grün-Brille eine dreidimensionale Bildtiefe, die ein immersives Erleben der dargestellten Szenen ermöglicht. Der Titel bezieht sich auf Platons Begriff der „Chora“ als ursprünglichen Raum des Werdens. Sunder-Plassmann versteht ihre Arbeiten als visuelle Verortung flüchtiger Wirklichkeiten. Die Serie zeigt kubanische Alltagsszenen im Spannungsfeld von Stillstand und Veränderung und macht zugleich soziale Fragilität erfahrbar…
De Profundis
Studierende des Studiengangs „Neue Medien und interkulturelle Kommunikation“ an der Hochschule Landshut begeben sich regelmäßig in ungewohnte Gefilde – dieses Mal unter Wasser. Ein Aquarium verwandelte sich in einen Experimentierraum für visuelles Erzählen. Inmitten schwebender Stoffe, gebrochener Lichtreflexe und der besonderen Dynamik des Elements Wasser wurde Storytelling in einem außergewöhnlichen Medium erprobt…
Pattern Of The Earth
Dieses Projekt betrachtet Wissen nicht als feststehenden Besitz, sondern als einen fortlaufenden, vorläufigen Prozess, der durch Wahrnehmung, Einordnung und Interpretation geprägt ist. Es führt „Null“ als epistemische Basislinie ein – einen Zustand, in dem Beobachtung vor Beurteilung steht und Annahmen minimiert werden. Aus diesem Zustand heraus entsteht Bedeutung durch Wahrnehmung, wobei der Beobachter eine aktive Rolle beim Aufbau von Wissen spielt, anstatt es passiv zu entdecken. Mit zunehmender Beobachtung bilden sich Muster und das Verständnis stabilisiert sich, was oft die Illusion von Vollständigkeit erzeugt...